Der Baum als wachsender Grabstein

 DIE INSPIRATIONSQUELLE In Schweden steht an historischer Stätte (ehemaliges Gehöft, von dem nur noch die Grundmauern erhalten sind) in einem Eichenhain diese über 250 Jahre alte Eiche mit einem Stammumfang von mehr als 4,00 m. Völlig frei von Störungen im Wurzelbereich und durch einen freien Stand konnte dieser Baum sehr alt werden und zudem eine malerische Krone ausbilden. Sobald die Nadelbäumchen und Birken zu groß werden und die Eiche bedrängen, werden sie entfernt. Auch die Wiese mit zahlreichen Wildblumen wird regelmäßig gemäht. Dies alles natürlich nicht ohne Eigennutz. Im Oktober ist Elchjagd-Saison und mitten im Eichenhain steht auf der Wiese ein Salz-Schleckstein für Europas größte Hirschart...


Erstmalig entdeckt wurde die Eiche von uns auf einer Kanu-Tour 1993 und seitdem immer wieder besucht. Faszinierend ist vor allem, wie lange tote Äste im Baum verbleiben.  Die toten Äste sind irgendwann komplett von langen Flechten überzogen, die wie graue Bärte herunterhängen. 1993 hatte die Eiche noch richtige "Augen". Die untersten Ästen waren wohl abgestorben und sauber abgesägt worden. Damals schaute die Eiche Besucher gewissermaßen schon von Weitem an. Heute sind die Augen sozusagen geschlossen, da die Wunden vollständig überwallt sind.  Trotzdem hat der imposante Baum mit einer Höhe und Breite von rund 20-25 m  irgendwie ein Gesicht...